Aktuelles

November 2019: Symposium "Kulturelle Bildung und Kulturpartizipation in Deutschland"

Am 18./19. November 2019 veranstaltet der Arbeitsbereich Sozialstrukturanalyse zum Abschluss des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes "Kulturelle Bildung und Kulturpartizipation in Deutschland" ein Symposium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Das Symposium möchte Vertretern der kulturellen Öffentlichkeit zentrale Projektergebnisse präsentieren und mit ihnen darüber diskutieren. Fragen, die im Blickpunkt stehen, lauten: Wer unternimmt welche kulturellen Aktivitäten wie häufig und in welcher Weise? Warum unterscheiden sich die Menschen in ihrem Geschmack und ihrer rezeptiven und aktiven Teilhabe sehr stark voneinander? Welche Rolle spielt die im Lebensverlauf erworbene kulturelle Bildung für die gegenwärtige Kulturpartizipation? Welche Ansatzpunkte gibt es, Menschen für kulturelle Aktivitäten zu gewinnen? Mehrere Gastvorträge leisten zusätzliche Inputs und konfrontieren die Projektergebnisse mit Perspektiven aus der kulturellen Praxis.

Programm

Es gibt noch freie Teilnahmekapazitäten. Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig, wenn Sie am Symposium teilnehmen möchten.

Oktober 2019: Mara Boehle veröffentlicht Buch zu Armut im sozialen Wandel

Neu im Springer-Verlag erschienen:
Mara Boehle (2019): Armut von Familien im sozialen Wandel. Verbreitung, Struktur, Erklärungen.
Wiesbaden: Springer VS. https://www.springer.com/de/book/9783658279707

Über dieses Buch:
Mara Boehle untersucht den langfristigen Wandel und die Ursachen der Armut von Familien in Deutschland auf der Basis eines theoretischen Modells und empirischer Daten. Der Vielzahl an Armuts- und Sozialberichten, die das seit den 1970er Jahren ansteigende Armutsrisiko verschiedener Familienformen diagnostizieren, stehen kaum Beiträge gegenüber, die sich systematisch mit den Ursachen dieser Entwicklung beschäftigen. Diese Lücke schließt die Autorin und zeigt auf der Grundlage von Mikrozensusdaten, dass Alleinerziehende eine Sonderstellung einnehmen und den Armutsverlauf des Familiensektors maßgeblich bestimmen. Ihre Armutsentwicklung erweist sich als Folge ungünstiger Erwerbsmodelle und der spezifischen familienpolitischen Rahmenbedingungen der alten Bundesrepublik.

Juli 2019: Gewinn des ALLBUS-Preises

Katharina Kunißen, Debora Eicher und Gunnar Otte haben mit ihrer Publikation "Sozialer Status und kultureller Geschmack: Ein methodenkritischer Vergleich empirischer Überprüfungen der Omnivore-Univore These" den ALLBUS-Preis 2019 gewonnen. Untersucht wird die auf Richard A. Peterson zurückgehende Behauptung, dass kultureller Konsum nicht mehr ausschließlich dem Gegensatz zwischen hoch- und populärkulturellen Präferenzen folgt. Vielmehr zeichnen sich der These zufolge vor allem höhere soziale Schichten durch einen vielseitigen, kosmopolitischen, symbolische Grenzen überschreitenden Geschmack aus („Omnivore“), während untere soziale Schichten im Kulturkonsum eher einseitig orientiert sind („Univore“). Die Studie überprüft die These am Beispiels des Musikgeschmacks mit Daten des ALLBUS 2014 für Deutschland in der bisher umfassendsten Weise und veranschaulicht, inwieweit unterschiedliche theoretische Herangehensweisen bei ihrer Übersetzung in empirische Operationalisierungen und Analysemethoden divergierende Ergebnisse hervorbringen.

Zum Artikel

Zum ALLBUS-Preis

Oktober 2018: Gunnar Otte neuer Geschäftsführender Leiter

Ab Oktober 2018 übernimmt Prof. Dr. Gunnar Otte turnusmäßig für die nächsten zwei Jahre die Geschäftsführende Leitung des Instituts für Soziologie.

Oktober 2018: Ergebnisse der Umfrage „Kulturpartizipation in Wiesbaden“ veröffentlicht

Im Herbst 2017 führte der Arbeitsbereich Sozialstrukturanalyse in Kooperation mit dem Kulturamt und dem Amt für Statistik und Stadtforschung eine Befragung der Wiesbadener Bevölkerung durch. Über 1.200 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger haben sich daran beteiligt und Auskunft über ihre Interessen, Aktivitäten und Einstellungen hinsichtlich des Freizeit- und Kulturangebots ihrer Stadt gegeben. Die Ergebnisse der Befragung sind nun in einem Abschlussbericht zusammengetragen und unter dem folgenden Link verfügbar:

Abschlussbericht "Kulturpartizipation in Wiesbaden"

September 2017: Mitgliedschaft im JGU-Forschungsschwerpunkt "Interdisciplinary Public Policy"

Der Arbeitsbereich Sozialstrukturanalyse ist dem Forschungsschwerpunkt "Interdisciplinary Public Policy" (IPP) https://ipp-mainz.uni-mainz.de/ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beigetreten. In Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen wird hier den Effekten sozialer Institutionen auf menschliches Handeln, gesellschaftliches Zusammenleben und soziale Ungleichheiten nachgegangen.

April 2017: Katharina Kunißen in Gutenberg-Akademie aufgenommen

Wir freuen uns sehr, dass Katharina Kunißen als eines von 12 neuen Juniormitgliedern in die Gutenberg-Akademie aufgenommen wurde.
Die Gutenberg-Akademie fördert exzellente Promovierende sowie junge Künstlerinnen und Künstler der Johannes Gutenberg-Universität bei ihrem beruflichen Weg in die Wissenschaft und die Kunst. Dabei stehen für die Akademie der interdisziplinäre Austausch, die individuelle Förderung sowie Networking an zentraler Stelle.

Zur Pressemitteilung

Dezember 2016: Start des Forschungsprojektes "Kulturelle Bildung und Kulturpartizipation in Deutschland"

Wer rezipiert wie und warum welche kulturellen Produkte in Deutschland?
Dieser Frage geht das von Prof. Dr. Gunnar Otte geleitete und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt von Dezember 2016 bis November 2019 nach (Fördervolumen knapp 1,15 Mio. Euro). Zum Projektteam gehören Anna Forke und Holger Lübbe (als wissenschaftliche Mitarbeitende) sowie Dave Balzer und Nina Wierczeiko (als wissenschaftliche Hilfskräfte). Im Mittelpunkt des Projektes steht die bisher größte bundesweite, spartenübergreifende Bevölkerungsumfrage zum Thema der kulturellen Bildung und Kulturpartizipation. Die Studie orientiert sich an internationalen Referenzstudien wie "Pratique culturelles des Francais" (Frankreich) und "Taking Part" (United Kingdom), setzt aber auch im internationalen Maßstab innovative Akzente in der Konzeption von Messinstrumenten zur kulturellen Bildung und Kulturpartizipation.

25./26. Februar 2016: Tagung "Sozialstruktur und Kultur" an der JGU

Am 25./26. Februar 2016 fand an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Frühjahrstagung der DGS-Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ zum Thema "Sozialstruktur und Kultur" statt. Organisation: Gunnar Otte (JGU Mainz) und Peter A. Berger (Universität Rostock).

Veranstaltungsbericht

Tagungsprogramm